Arkham Stories

U-Boot-Angst fordert ihre hoffentlich letzten Opfer

Ipswich Chronicle, 10. September 1919

Ipswich, MA. Gestern Abend wurde die Leiche des Tankstellenpächters Winfield Scott von Spaziergängern in der Essex-Bay gefunden. Er und zwei seiner Freunde, der Mechaniker Gorden Browne und der Apotheker-Lehrling Cedrick Mills wurden bereits seit Sonntag, dem 31. August vermisst. Die Frau des Toten sagt, er sei ein Opfer der U-Boot-Angst geworden. Aber wie ist das möglich, fast ein Jahr nach dem Ende des großen Krieges und der Aufregung an den Stränden von Massachusetts?

Die Witwe hat eine abenteuerliche Geschichte zu berichten. Auf einem Angelausflug entlang der vielen Arme des Essex River habe der Angestellte ihres Mannes, Gorden Browne, angeblich ein U-Boot entdeckt, dass dort in den Salzsümpfen vor Anker läge. Angestachelt von dieser wilden Geschichte, beschlossen die Freunde Browne und Mills, eine Expedition zu starten, um der Sache auf den Grund zu gehen. Der Tankstellenpächter Scott bekam Wind von der Sache und bot den beiden seine Hilfe und sein Boot an. Vor über einer Woche brachen die Drei am Sonntag Morgen auf, um nie mehr zurückzukehren.

Eine eilig einberaumte Suche der Polizei unterstützt durch örtlicher Fischer ergab allerdings bis heute keine Spur. Weder wurde Scotts Boot gefunden, noch ein Lebenszeichen von den drei Männern. Erst recht aber wurde kein deutsches U-Boot entdeckt.

Tragik kommt in diese abenteuerliche Unternehmung dadurch, dass sich nun die Hinweise verdichten, es habe ein Bootsunglück gegeben. Der Tankstellenpächter Scott ist offensichtlich ertrunken und vermutlich erging es seinen beiden Begleitern ebenso. Ob auch ihre Leichen eines Tages angeschwemmt werden, wird sich zeigen. Zu hoffen bleibt, dass sie die letzten Opfer der U-Boot-Angst bleiben, die es zu beklagen gilt.

Comments

Synapscape

I'm sorry, but we no longer support this web browser. Please upgrade your browser or install Chrome or Firefox to enjoy the full functionality of this site.