Arkham Stories

Mittwoch, 02.05.1923 - Donnerstag, 03.05.1923

Fenner's Road House und der nächtliche Besuch am Obelisken

Det. Harrigan versorgt Richard mit einem Tipp – im Rasthaus “Fenner’s Road House” (nahe dem Meadow Hill) Richtung Newburyport sei der große unheimliche Mann gesichtet worden. Weitere Informationen rückt der Det. nicht heraus, da er wegen der Bandenkriminalität und der Frauenschlitzers sehr beschäftigt ist.

Noch am Abend desselben Tages machen sich Richard und Mary-Ann per Taxi auf den Weg zum Rasthaus. Der Fahrer des Taxis namens Vladislaw entpuppt sich als sehr redseliger und kinderreicher Mann südosteuropäischer Herkunft, der zuverlässig auf das Abenteurer-Duo wartet und besorgte Ratschläge verteilt (“Das Road House sei kein guter Ort für ehrbare Leute”). Sicher wird er auch bei anderen Fahrten noch von Nutzen sein können.

Das Rasthaus ist voller Betriebsamkeit. Zunächst beobachtet das Duo am Seiteneingang eine Gruppe irischstämmiger Alkoholschmuggler unter dem Kommando von Dany O’Brian, einem stadtbekannten Bandenchef.

Bei Betreten des Drugstores im Rasthaus und erst recht des Restaurants wirkt aber alles ganz harmlos. Viele Familien genießen die gebotene Hausmannskost. Erst auf Nachfrage wird klar: Die “Spezialitäten” des Hauses gibt es erst zu späterer Stunde ab 22 h im Rauchersalon. Und so ist es auch.
Hier versorgen der Hausherr und sein Sohn eine illustre und gut situierte Besucherschar aus Nah und Fern mit Alkoholika und Musik. Es herrscht ausgelassene, aber friedliche Stimmung.

Während Mary-Ann beim Versuch den Hausherren über den großen Fremden auszufragen mal wieder von einem Fettnäpfchen ins andere tritt und sich betrunken stellen muß um wenigstens nur herausgeworfen zu werden und nicht gänzlich alle Chancen auf Information zu zerstören, schafft es Richard erneut souverän schnell an die gewünschten Informationen zu kommen.

Der große Mann war zweimal zu Gast im Rasthaus gewesen. Die jeweilige Übernachtung hat er mit altertümlichen aber echten Golddollars bezahlt. Was auch nötig war – das Zimmer stank nach seiner Abreise (genau wie der Mann selbst) unerträglich nach fauligem Fisch und Seetang dass einem nur übel werden kann. Das kann Richard nach Besichtigung des Zimmers bestätigen – trotz Dauerlüftens und Grundreinigung stinkt es noch immer erbärmlich. Der große Mann fuhr kein Auto und verließ stets im Morgengrauen das Rasthaus.

Im Zimmer entdeckt Richard feuchte Stellen auf dem Fußboden und im Waschbassin einem Klumpen gelbbraunen Lehmbodens mit einem ekligen gelben Fingernagel darin.

Mary-Ann kann den Erdklumpen später auf der Rückfahrt im Taxi als eindeutig aus den tieferen Erdschichten um den Meadow Hill stammend identifizieren – ihr ist die dortige Geologie von der Ausgrabung im vergangenen Winter noch wohl bekannt.

Folglich fährt Vladislaw das Duo am Abend des folgenden Tages zum Schützenhaus am Meadow Hill. Mit großen Entsetzen entdecken sie, dass die alte Grabungsstelle komplett durchgewühlt und geplündert wurde. Aber nicht von Tieren, sondern eindeutig von Menschenhand. Von großen Menschenhänden. Und die Spuren sind noch ganz frisch.
Es finden sich Stofffetzen und Zigarettenstummel des Wühlers – und ein zusammengeknüllter und nach Fisch stinkender zusammengeknüllter Busfahrplan inkl. Kaugummi der Strecke Ipswich-Arkham.
Leider gibt es keine Augenzeugen der Grabplünderung wie eine Befragung im Schützenhaus ergibt.

Noch am selben Abend unternimmt das Duo einen Spaziergang zum Obelisken. Dieser lässt sich im Mondschein gut betrachten und zeigt die Symbole und Ritzungen der örtlichen indigenen Kultur. Es gibt allerdings keine Spuren von Grabung oder Verwüstung.

Da der Fremde so begierig nach den abstoßenden Götzenfiguren gesucht hat beschließen Richard und Mary-Ann, ihm eine Falle zustellen. Die Society wird – unter Großaufgebot der lokalen Behörden, der Presse und Öffentlichkeit (es sind bereits recht viele Touristen in der Stadt) eine großangelegte Ausgrabung am Obelisken inszenieren und dabei auch erneut eine der Figuren finden. Dies wird den Fischmann sicher nicht kalt lassen.

Beseelt von diesem Plan machen sich Richard und Mary-Ann auf den Rückweg zum Taxi. Es bleibt nur eine Frage: Wie wird Lester auf das Auftauchen der beiden Angreifer in den ehrbaren Hallen der Society reagieren?!

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CarmenJung

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